Wisst ihr, da will man mit allem, was man kann die Welt retten, und dann versaut man es aber immer mal wieder mit den kleinen Dummheiten des (Garten-) Alltags. Damit ihr es konsequent besser machen könnt, hier ein kleiner Eintrag, der mit einer guten Portion Humor zu lesen ist. Viel Spaß dabei!
Es geht darum, wie man möglichst viel Plastik und Müll so im Garten unterbringt, dass auch wirklich jedes Lebewesen was davon hat.
Folien, die keine Hochbeetfolien sind.
Wir sind hier zuhause ja Sparfüchse und fragen uns immer, ob man das wirklich in der Schickimicki-Version neu kaufen muss, oder ob man nicht was von dem Zeug nehmen kann, was schon da ist. Wie gesagt, wir wollen ja auf ganzer Ebene die Welt retten, also lieber Upcyclen statt neu kaufen. Darum nehmen wir für unsere kleinen Hochbeete statt der teuren Hochbeet-Noppen-Folie doch diese schöne blaue, die man sonst beim Dachbodenausbauen oder so nimmt. Das klappt vor allem im ersten Jahr wunderbar. Und überall dort wo die Sonne draufscheinen kann, zerbröckelt es dann Stück für Stück in kleine, brüchige Teile. So können es auch die ganz kleinen Tiere gut essen und es wirkt in der ganzen Nahrungskette. Prima! Da ist kein Mensch mehr imstande , die Teile alle einzusammeln. Man gibt dem Boden ja zurück, was man kann ;D
Kompost vom Recyclinghof, der nicht gut gefiltert wird
Das hier ist ein beeindrucktes Nicken an alle Mitmenschen aus meinem Landkreis, die so viele Dinge in ihre Biotonnen werfen. Biotonnen kosten ja Geld, darum ist es umso beeindruckender, dass sie so intensiv genutzt werden. Schaut mal, was wir von euch alles in unserer Erde gefunden haben:


Plastikringe, Folienfetzen, Dosenverschlüsse, kleines Zeug und vor allem: Glas. Von 2cm Länge bis hin zu ganz kleinen Stücken, die man gar nicht so schnell sieht, die dafür aber umso schöner im Sonnenlicht funkeln, wenn das Kind grad an dieser Stelle in und mit der Erde spielt. Spielen mit viel Glitzer und Extras nenn ich das!
Wir haben diese exellente Komposterde extra mit dem Hänger geholt, nachdem uns alle im Internet gesagt haben, dass diese Erden gut geprüft werden und ziemlich günstig sind! Günstig ist sie und die Kreislaufwirtschaft mit kleinen Wegen genial! Nur, ob ich all die Erinnerungsstücke von euch brauche, weiß ich noch nicht so sicher. Trotzdem hab ich mir ein Erntekörbchen voll besorgt.

Verlassene Gärten
Ich liebe es ja, Gärten (wieder) entstehen zu lassen, die niemand mehr haben wollte. Verlassene Orte und Gärten also. Und aktuell bin ich ja auch dabei, einen 3-4 Jahre verlassenen Schrebergarten wieder zu beleben. Dort finde ich vor allem die Schildchen von den damals frisch gepflanzten Stauden, die zum Teil gar nicht mehr leben. Auch sie sind -wie die blaue Folie vom Hochbeet – so brüchig, dass das Anfassen oft schon reicht, um die zu zerbrechen. Das ist also eine langfristige, aber auch sehr funktionale Möglichkeit, Plastik in seine Beete zu bekommen!
Aber es muss ja gar nicht immer Plastik sein: auch Glas, Konservendosen oder altes, durchgerostetes Werkzeug eigenen sich hervorragend, um dem Boden den ganz individuellen Mix der Moderne zuzuführen. Scharfkantig oder mit Giftstoffen, das geht alles! In der 15 Jahre verwilderten Ruine haben wir all das in Mengen gefunden. Von der Spitzhacke bis zum McMenü war alles vertreten! Eine wahre Schatzsuche, die wir sehr genossen haben!




In diesem Sinne, genießt die Schönheit der modernen Wirtschaft!
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Nein, jetzt im Ernst: wie ihr an den Bildern erkennen könnt, haben wir natürlich unser bestes gegeben, um alles an unnatürlichem Material wieder einzusammeln, was wir konnten. Das mit der blauen Folie war Mist und wir hoffen sehr, dass ihr diesen Unsinn nicht macht (übrigens: auch durchsichtig-weiße Mülltütenfolie funktioniert nicht! Nehmt in dem Fall bitte „das gute Zeug“)
Das mit der Erde vom Wertstoffhof ist unfassbar ärgerlich. Soweit ich weiß, wurde der Verkauf kurz danach auch eingestellt, eben weil es nicht okay war. Ich wage also einfach mal zuversichtlich zu behaupten, dass Kompost- oder Muttererde von den Wertstoffhöfen noch immer empfehlenswert ist. Nur, schaut sie euch vielleicht genauer an als wir, bevor ihr sie auf den Hänger ladet.
Und was die verlassenen Gärten angeht, so ist ja unter anderem genau das das Ziel, diese wieder gesund werden zu lasse. Und da gehört Müll einsammeln und fachgerecht wegschaffen klar mit zu den Aufgaben dazu,
Lasst euch also nicht entmutigen und und lasst uns gemeinsam die Welt wieder gesünder machen.
Was sind eure besten „Mikroplastikbeet“-Tipps? Wir sind gespannt auf eure Geschichten!
In Liebe,
Helena ♥
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