Der große Einkauf des Jahres steht wieder an. Und weil er nichts an Aktualität verloren hat, gibt es heute einen Beitrag vom letzten Jahr.
Gewusel in den Läden war früher an der Tagesordnung. Heute machen Amazon und co Überstunden. Was das mit Kornblumenblau zu tun hat, lest ihr hier.
Dieser Blog steht für Natürlichkeit, naturnahe Lebensweise und Nachhaltigkeit (und für noch viel mehr!). Für mich hat das auch immer viel mit Sparsamkeit zu tun. In dem Sinne, dass man sich auf das Wichtige konzentriert und den Rest ganz bewusst sein lässt.
Sparsamkeit steht in diesem Jahr wohl in fast allen Haushalten irgendwo ganz groß an der Tagesordnung.
Die Ausgaben müssen sehr sorgsam geplant werden. Darum sollten wir dieses Jahr vor dem großen Shopping Marathon unbedingt nachdenken!
So geht es auch mir. Wenig Geld, wenig Zeit. Früher habe ich es immer so gemacht, dass ich einen Tag in der Vorweihnachtszeit in die Stadt fahre und die Dinge kaufe, die ich eben nur oder besonders gut dort bekomme. Ich fasse die Dinge gern an und sehe, was ich kaufe.
Im letzten Corona-Winter war mir das nicht möglich.
Doch dieses Jahr habe ich es wieder geplant. Für die nächste Woche. Ich schaute auf die Einkaufsliste und dachte gerade darüber nach, welche Läden ich also abklappern würde und kam zum Schluss: ja, so wie immer! Teeladen, Thalia, DM, C&A. Da gibt’s alles, die kenn ich, da muss ich nicht in so viele Geschäfte.
Doch Stop, fiel mir ein, hat nicht meine Bekannte vom Unverpacktladen letztens erzählt, dass sie Stellen abbauen musste, weil zu wenig Leute aktuell in ihren Laden gehen? Stellen abbauen klingt so harmlos wie Kollateralschäden. Es bedeutet, dass jemand gekündigt wurde, der einen tollen Arbeitsplatz mit Sinn und Herz hatte. Es heißt vielleicht, dass diese Person jetzt arbeitslos ist und auf dem aktuellen Markt keinen geeigneten neuen Platz findet, an dem sie wirken kann. Und das kann ich als Konsumentin ganz maßgeblich mit entscheiden!
Stellen abbauen klingt so harmlos wie Kollateralschäden!
Da, wo ich mein Geld hingebe, kann es weiter fließen und wachsen. Geld wird in Esoterikerkreisen ja gerne als Energie bezeichnet und in diesem Fall passt es auch gut zum Bild: wenn ich mein Geld – also Energie – in Amazon gebe, kann es weiter gedeihen, neue Supersonderrabatte anpreisen, also in Werbung investieren. Wenn ich mein Geld jedoch in die kleinen Läden gebe, kann es dort lebenswichtige Energie sein, wie ein Schluck Wasser in einer fast vertrockneten Zimmerpflanze. Es kann den Laden vor dem Sterben retten.

Meine Lieblingsbäckerei aus der Heimat musste nun schließen. Zu hohe Energiekosten. Ja klar, dass kann ich nicht direkt beeinflussen. Aber hätten mehr Leute den Euro pro Woche mehr für echtes Handwerk investiert, müssen sie jetzt nicht weiter das vermutlich krank machende Gepansche aus den Discountern kaufen. Das ist nämlich alles voller Zucker und Zeug.
Es ist ein Trugschluss, dass die guten Sachen wirklich teurer sind. Ja, der Preis ist sichtbar ein anderer. Aber es gibt gute Kampagnen, die zeigen, dass das eben nicht die ganze Rechnung ist. Dass Menschen unwürdig bezahlt oder behandelt werden, dass Lebensmittel mit schlechten Zutaten, die aus der ganzen Welt geliefert werden hergestellt werden, und dass das auf unsere Gesundheit schlägt. Dann müssen wir Medikamente kaufen oder Therapien beginnen. DAS ist teuer! Da sollte jeder und jede lieber den wöchentlichen Euro mehr investieren. So kümmert man sich um die eigene Gesundheit und hat nebenbei den ehrlichen, engagierten Betrieb gerettet, der es richtig machen will.
Ich habe meine Überlegungen also nochmal umgeschmissen. Die Einkaufsliste ist dieselbe, aber die Entscheidung, dass es in die kleinen Buchläden gehe (davon schließen im Moment so so viele und Bücher sind echt tolle Weihnachtsgeschenke!) ist eine andere. Und dort werd ich mich beraten lassen – ein wunderbarer Luxus, den es so nur in echt und meist auch eher in den liebevoll eingerichteten Geschäften gibt. Ob ich das Geld aufbringen kann, in den kleinen Öko-Modegeschäften für ein schnell wachsenden Kind Sachen zu kaufen, weiß ich nicht, aber reinschauen kann ich auf jeden Fall, wenn die Zeit es zulässt.

Ich hoffe, ich konnte euch inspirieren.
In Liebe, eure Helena 💙
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