FamilienNatur

Versteckte Helden – Feiern wir die Mütter und Väter, die starke, aufrechte Kinder in die Welt begleiten

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From the north, to the south, from the west to the east: Hear the prayer of the mothers! Bring them peace, bring them peace!

Yael Deckelbaum

Dieses wundervolle Lied entstand 2016 im Zuge eines gewaltigen Protestmarsches von jüdischen und arabischen Frauen. Es waren Mütter, die gemeinsam nach Frieden riefen auf ihrem March of Hope (Marsch der Hoffnung). Das ist schon einige Jahre her, hallt aber vor allen in diesen Zeiten oft sehr präsent in meinem Kopf und in meinem Herzen. „Hört das Gebet der Mütter: Bringt ihnen Frieden! Bringt ihnen Frieden!“

Letztes Jahr saß ich im Zug und kam dank meines auf und ab laufenden Jungen mit einem Mann im Gang ins Gespräch. Corona Krise, Impfungen und so weiter. Er schien viel Schlechtes aus dieser Zeit mitzunehmen. Ich jedoch sagte, was ich mir schon eine Weile zuvor in den Sinn kam:

Ich bin Mutter. Ich habe kein Recht schwarzzumalen. Meine Aufgabe ist es, es besser zu machen!

Denn die Welt von morgen ist es, in dessen Hände ich meinen Sohn am Ende meiner Tage geben werde. Oder weniger dramatisch: sobald er erwachsen wird. Denn dann muss er seine Erfahrungen selbst machen.

Und ja, es ist verdammt viel Mist in dieser Welt los, der jeden Tag, jede Minute passiert. So viel Leid und Unrecht und Hunger! Und Gier und Überfluss und Schottergärten auf der anderen Seite. Das sehe ich. Aber es nützt mir überhaupt nichts, mir das alles über das (sehr wichtige!) Maß an Information anzusehen. Ich weiß, dass Kinder woanders Hunger leiden, ich brauche keine dramatischen Dokus darüber, außer sie enthalten nützliche Informationen, wie ich es ganz konkret nachhaltig besser machen kann.

Dabei helfen Blicke auf das große Ganze sowie Kleinigkeiten mit dem „Jeden-Tag-Effekt“*.

Um die Welt zu retten, hilft mir die Orientierung an den SDGs ganz gut. Das sind die international anerkannten Ziele für nachhaltige Entwicklung, 17 an der Zahl. Bei jeder Unternehmung kann man sich fragen, ob und wenn ja an welchen dieser Ziele man arbeitet, wenn man das Vorhaben umsetzen würde. Das kann enorm helfen, wenn man seiner Arbeit nachgeht und schaut, ob diese eigentlich einen positiven Effekt auf die Umwelt hat.

Quelle: 17ziele.de

Ja, zugegeben, ich setze mich nicht bei jedem Vorhaben an den Rechner und recherchiere, wie viele dieser Punkte umgesetzt werden. Das ist für große oder betriebliche Vorhaben nützlich. Im Familienalltag ist das oft einfach nicht machbar und auch völlig okay!

Es geht nämlich auch mit kleineren Schritten im Alltag. Mehr geht ja als Vollzeit-Elternteil in den ersten Jahren meist sowieso nicht. Man kann mit regionalen Produkten kochen, selbst Gemüse oder Kräuter anbauen, Obst auf frei verfügbaren Flächen ernten, weniger Müll konsumieren, weniger meckern, mehr füreinander da sein und und und. Ihre kennt sicher all diese Ideen. Jeden Tag das Mögliche, oder auch nur ein klein wenig davon umsetzt, kann richtig was bewirken! Viele tolle Ideen gibt’s im unten genannten Buch.

‚Je natürlicher desto besser‘ ist für mich ein guter Richtwert, wenn ich überlege, wie sinnvoll und gut etwas ist.

Aber hier gibt es noch jemanden, den ich hier unbedingt erwähnen möchte:

Die Papas!

Vater zu sein gewinnt in den letzten Jahren wieder ziemlich an Bedeutung. Immer mehr Männer begreifen wie wunderbar es ist, mit seinem Kind zu sein, ganz aktiv. Dabei meine ich nicht (nur) Windeln wechseln, sondern vor allem, Gesprächspartner zu sein. Oder Abenteurer bei Unternehmungen, die vor der Haustür beginnen. Eine starke UND liebevolle Schulter zu sein, vor allem dann, wenn Dinge grad schief laufen. Diese Männer, diese echten vollwertigen Papas, das sind genauso starke Superhelden wie die Mamas, die im Krisengebiet für Frieden kämpfen. Jeden Tag und mit jeder Tat.

Ich danke meinen Eltern von Herzen, dass sie immer für mich da waren/ sind und mich unterstützen, wann und wo immer sie können.

Danke an all die Mamas und Papas da draußen, die ihren wichtigsten Job ernst nehmen, um starke, gesunde und glückliche Kinder in diese Welt zu begleiten!

Danke!

Eure Helena 💙

*diesen Begriff hab ich aus dem wunderbaren Buch von Nicola Schmidt und Julia Dibbern „Slow Family“

PS: Übrigens bin ich nicht nur Mama, sondern auch Sozialarbeiterin und Gartentherapeutin. Falls du mit deiner Familie ständig am verzweifeln bist und zu einem friedlicheren Alltag kommen willst, schau dir gerne hier meine online-Schulung an. 💙

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