FamilienNatur

Ameisen

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Heute ein Beitrag von meinem 19-jährigen Ich, welches seine Zeit im wunderschönen Irland verbrachte und in einer trostlosen Nacht nicht schlafen konnte. Dieser alte Beitrag meiner früheren Blogseite kam mir nach den Gedanken zu den Fröschen und Eidechsen wieder in den Sinn.

Auf dem Weg zum Mount Brandon, Ostersamstag 2016
– Verregnet und trüb, ideal zum nachdenken über die Welt –

Gestern, weil ich meinen Kopf nicht freibekommen konnte, bin ich raus und unter den irischen Sternenhimmel gegangen. Hier in Dingle ist dieser so klar, wie nur an wenigen Plätzen der Erde, da hier – am westlichsten Teil Europas – nur wenig Luftverschmutzung herrscht.

Und dann lag ich da, auf unserem Rasen, und hab nach oben gesehen. In die unendliche, nicht begreifbare Weite der Nacht. Ich beschäftige mich mit vielen Themen, aber die Unendlichkeit und damit verbunden auch das Universum, gehören nicht dazu. Das ist der Schritt, der mir zu abstrakt ist. Unendlichkeit. Alles, was ich begreife, ist, dass ich als Mensch in diesen Dimensionen unwichtig bin. Nicht von Relevanz.
Wie eine Ameise.

Wir haben Millionen und Milliarden Ameisen auf unserer Erde. Sie helfen dabei, den (Wald-) Boden rein zu halten, sind aber meist ungewollt und verachtet und werden von Kindern (und mir damals) sogar als „gefährlich“ bewertet. Es brennt ja schließlich, nicht wahr? Eine einzelne Ameise, was macht die schon aus? Und wenn eine fehlt, ist das nicht weiter schlimm. Wer würde in dieser Weise über Menschen denken? Niemand. Wir nehmen uns so wichtig. Dabei ist ein einzelner nicht von Relevanz. Ob Ameisen auch so denken, sollte ihr Bewusstsein soweit reichen?
Auf der anderen Seite gehört aber natürlich jede Einzelne in den Organismus, und trägt zum Gleichgewicht bei, ist damit also doch wichtig.

Und in meinem vorbewusstem Innern denke ich, dass auch das die Aufgabe der Menschen auf diesem Planeten ist: alles im Reinen halten, auf die Erde aufpassen. Ein Hüter des Planeten. Das wir von diesem Pfad lange, lange abgekommen sind, nun, ich denke, das muss ich nicht extra erwähnen. Aber dennoch:
Für die Erde ist ein Mensch nur so viel wie eine Ameise. Winzig klein. Aber nichtsdestotrotz Mitglied im großen Ganzen und mit der Aufgabe, die Balance herzustellen oder im Idealfall beizubehalten.

Die Frage ist, wie wertschätzend uns das Universum betrachtet. Viele von uns „Ameisen“ zerstören die Welt in verschiedenen und grausamen Ausmaßen, aber es gibt auch einige – und langsam aber stetig immer mehr – Kleine von uns, die sich wieder an ihre Aufgabe erinnern und unbemerkt und einfach für sich ihren ursprünglichen Weg wieder suchen und gehen..

Eure Helena ♥

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