Eigentlich bin ich bei meinem Kindchen (und mir) ein großer Verfechter von Wasser und Waschlappen – und sonst keinem weiteren Gedöns. Im Moment sieht die Wahrheit aber anders aus: 5 verschiedene Mittelchen bekommt er im Moment von uns für die verschiedenen Wehwehchen. Das ist reichlich! Aber alles davon ist von Mutter Natur.

Erkältungszeiten überstehen
Das Erkältungszeit ist, brauch ich weder Eltern noch berufstätigen Menschen sagen. Es sind mit meine frühesten Erinnerungen, dass meine Mama mich bei Erkältungen eingerieben hat mit dieser Salbe für Brust und Rücken. Ein unvergessener Duft, den ich auch meinem Kleinen nicht vorenthalten werde. Achtung an der Stelle allerdings: Kleinkinder dürfen die klassischen Düfte wie Eukalyptus noch nicht bekommen, da ihre feinen Nasen noch nicht noch nicht fertig ausgebildet sind. Da ich deshalb unsicher war bzw. nur die uneeigneten Düfte da hatte, ist das das einzige Mittelchen, dass wir gekauft haben. Es durftet nach Thymian und Myrte.
Dann gibt es natürlich noch die klassichen Tees. Die gibt es bei uns Teeliebhabern natürlich immer und reichlich. Aber ich muss euch sagen: trotz Kräuterliebe frage ich mich manchmal, ob das wirklich soo wirksam ist. Manchmal wirkt es und manchmal nicht, bei uns zumindest. Ich glaube, es kommt auch viel auf die Umstände an:
- Nehm ich mir die Zeit, auch in Ruhe zu trinken?
- Hab ich gute Zutaten?
- Trink ich den Tee heiß oder ist er schon seit Stunden kalt?
- Hab ich schon die letzten drei Tage denselben Tee getrunken?
Ihr versteht, was ich meine. Wir Erwachenen können das also halbwegs steuern, wenn wir darauf achten. Aber die Frage, ob Tee allein den Husten weg nimmt, vor allem wenn das Kind nur einen kalten Schluck davon trinkt, bleibt doch manchmal zurück. Sicher hilft es zusätzlich, aber nicht allein. Oder nur in bestimmten Situationen. Zum Beispiel weiß ich, dass Lindenblütentee und Bettruhe bei Fieber nachweislich besser helfen als Antibiotika (siehe Buch Kinder Sprechstunde von Dorit Zimmermann, S.46).
Nicht unerwähnt bleiben darf natürlich der gute alte Zwiebelsaft. Wir haben ihn mit Zucker und roten Zwiebeln gemacht, ohne aufkochen, nur über Nacht ziehen lassen. Das hat am Anfang gut geklappt, aber jetzt, wo wir ihn schon eine Weile regelmäßig nehmen, scheint er seine Wirkung etwas zu verlieren. Wir wollen es als nächsten mit Honig, Zwiebeln und Kräutern versuchen.
Augentrost statt Antibiotika
Aber jetzt erzähl ich euch eine tatsächliche Erfolgsgeschichte, die ich so nicht erwartet hätte. Bindehautentzündungen gehen vor allem in Kitas und Schwimmbädern rum. Sie ist hochansteckend, darum muss man die 3-6 Tage zuhause bleiben. Man bekommt gerötete Augen, die wehtun können, so eine Eiter-Schleimschicht bildet sich, weil sich Bakterien in der Tränenflüssigkeit eingenistet haben. Nicht schön, aber auch nicht übermäßig schlimm. Im Normalfall bekommt man von der Kinderärztin ein Antibiotikum, das für Kinder und Erwachsene gleich ist und tropft das 5 Tage in die Augen. Das hatten wir letztes Jahr so gemacht und das hat natürlich funktioniert, allerdings hat es gebrannt und viel Plastik und vermutlich auch Zusatzstoffe gekostet.
Darum hab ich es dieses Mal, als in der Kita aushing, es gäbe Bindehautentzündungen in der Einrichtung, gleich reagiert und Augentrost 10 min kochen und dann abkühlen lassen um es dann als Kompresse dem Kindchen auf die Augen zu legen. 2-3x am Tag. Und siehe da: es hat funktioniert! Zwar hat sich ein wenig Sekret gebildet, aber nichts war arg entzündet. Nach 2 Tagen war es beinahe verschwunden. Das hat wirklich grandios funktioniert und ich kann es euch nur weiterempfehlen*!
Wundschutz-Creme
Unsere Wundschutzcreme ist die gute gelbe Calendulacreme aus dem Laden. Und die nutzen wir auch immer mal wieder. Letztens hatte der kleine Räuber sich aber richtig aufgescheuert, dass es schon eine kleine Wunde war. Da war diese dicke Creme nicht mehr so das richtige, Zinksalbe wollte ich auch nur ungern nehmen. Also schaute ich, was sich noch nutzen lässt und fand meine selbst gemachte Ringelblumensalbe vom Sommer. Ringelblumen-Ölauszug, Bienenwachs, Kakaobutter und ein bisschen gute Energie, mehr ist da nicht drin. Also versuchte ich es. Und siehe da, endlich verschwand diese hartnäckige kleine Stelle, die wirklich wehgetan hat und verheilte. Selbst die Erzieherinnen nutzen diese Salbe jetzt und machen die auch immer schön großzügig auf die Wangen, damit sie im Winter nicht rissig werden.
Das Fazit ist also echt ein Gutes! So sehr ich Naturmedizin liebe, manchmal kommen doch Zweifel, ob das alles so wirkungsvoll klappt. Aber in diesen aufgezählten Fällen kann ich sagen: Ja! Wenn man es achtsam angeht und vor allem richtig einsetzt, dann können diese Naturmittel einiges!
Darum habe ich schon fleißig an der Gartenplanung gesessen und neben dem Gemüsebeet richtig viele Plätze und Ecken und spezielle Bereiche für Heilkräuter eingeplant, um sie direkt aus dem Garten selbst zu verarbeiten. Solange das nicht geht, bieten die örtlichen Tee- und Kräuterläden wirklich gute Dienste und verkaufen hochwertige Produkte.
Wie sind eure Erfahrungen mit Kräuter-Medizin, vielleicht sogar für die Kleinen? Wir würden uns über eure Nachrichten freuen!
Mit lieben Gedanken,
Helena 💙
- Natürlich darf ich euch das nicht offiziell empfehlen, weil der medizinsiche Rat Ärzten vorbehalten ist. Und tatsächlich ist mir auch ganz wichtig, dass ihr euch selbst informiert und Gedanken macht. Das hier sind lediglich meine Erfahrungen und Gedanken dazu. Solltet ihr euch oder eure Familien derart versorgen wollen, nutzt in jedem Fall den Rat von erfahrenen Menschen und/ oder stöbert in passenden Büchern danach und findet euren eigenen Weg.
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