Als ich den Garten bekam, da plante ich. Das muss dahin, das muss gemacht werden. Ich arbeitete auf etwas hin. Wenn es fertig war, kam das nächste Projekt. Keine Zeit, etwas bewusst zu genießen. Als ich begann Gemüse vorzuziehen, wurde es schlimmer. Dieses Jahr erreichte ich den Höhepunkt.
Ich lebte nur in den nächsten Monaten.
Im Winter schrieb ich meine Pflanzpläne und lebte gedanklich schon im Sommer bei der Ernte. Auch im Frühling, als ich begann die Pflanzen vorzuziehen, war ich schon bei dem Pflanzen, Pflegen, Ernten. Ich genoss nicht das jetzt, sondern dachte nur an die Zukunft.
Wir haben mittlerweile August und ich frage mich, wo das Jahr geblieben ist.
Wo habe ich in diesem Jahr den Moment genossen? Jetzt. Jetzt realisiere ich, dass ich das ganze Jahr nur auf etwas hingearbeitet habe. Aber warum habe ich nicht den Moment genossen?
Jetzt im August, wo die Sonne lange scheint und ich ein Ferienkind zuhause habe, wo wir keinen Stress haben, wo alles so entschleunigt ist, da kommt die Erkenntnis. Warum plane ich immer alles (zumal ich das eh immer verwerfe) und lebe nicht viel mehr im Hier und Jetzt. Genieße den Augenblick. Ich hoffe, dass ich mir etwas der Ruhe und Gelassenheit für die Zeit nach den Ferien mitnehmen kann. Mehr Entspannung, weniger Stress. Mehr Gelassenheit, weniger planen. Entschleunigen.
Gartenbini.
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