FamilienNatur

Rückblick – wie ich das gärtnern für mich entdeckte

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Ich bin in einem Haus mit Hof groß geworden, und so fehlte irgendwie etwas, als ich in meine erste eigene Wohnung zog. Als ich dann auch noch meinen Sohn bekam, wuchs der Wunsch nach einem kleinen Garten. Wir waren oft auf dem Spielplatz, doch als diese 2020 geschlossen waren, wegen Corona, mussten wir auf das Grundstück meiner Eltern ausweichen. Schön ist es, wenn der Kleine Oma und Opa so oft sieht, aber muss ich wirklich jeden Tag bei meinen Eltern abhängen, um in Ruhe mit dem Kleinen draußen spielen zu können?

Jetzt muss endlich ein eigener Garten her.

Die Kleingärten sind zwar alle vergeben, aber meine Eltern haben neben ihrem Haus mit Hof noch ein separates Gartengrundstück. Und da mein Papa so langsam die Lust verlor, sich immer um zwei Grundstücke zu kümmern, gab er mir bereitwillig den Garten ab. Nur das Gemüsebeet wollten sie weiter nutzen, aber das war ja kein Problem.

Der Garten bestand aus einem großen Gemüsebeet, einem Gartenhaus, ein paar Obstbäume, Tannen, die meine Eltern als Weihnachtsbäume gepflanzt hatten und um den Garten herum ebenfalls Tannen und Koniferen. Kaum Blumen, viel Rasen. Gemütlich war da nicht viel.

Auf jeden Fall brauche ich eine Terrasse. Während der Baubesprechung mit Papa war dem Lütten so langweilig, dass ich beschloss erstmal einen Sandkasten für ihn zu bauen.

Natürlich sollte das kein Standard-Sandkasten sein, sondern etwas, dass sich in seine Umgebung eingliedert. Loch gebuddelt, Sandkastenvlies rein, Sand drauf, und als schöne natürliche Begrenzung gab es Steine. Und eine Schaukel wurde auch noch am Baum befestigt. Damit sollte der Lütte während des Terrassenbaus erstmal beschäftigt sein.

So eine Terrasse baue ich gewiss nicht noch einmal. Erst mussten so 11 Tannen gefällt werden, ein großer Komposter umgesetzt werden, alles ausgehoben werden, und mit Schotter und Splitt gefüllt werden. Dann die Platten drauf und wenn alles fertig ist, war es gar nicht mehr so schlimm. Ein Zaun wurde auch noch erneuert, da der Alte morsch war. Außerdem entstand noch ein Barfusspfad von der Terrasse zum Sandkasten. Ein Pool darf in einem gemütlichen Garten auch nicht fehlen. Hier und da wurde gebaut und schon war das Gartenjahr schon wieder vorbei.

2021 beschloss ich ein bisschen Gemüse anzubauen, und verliebte mich. Wie aus einem kleinen Samen eine Pflanze mit wundervollen Früchten wird. Am liebsten will ich nie wieder etwas anderes als selbst angebautes essen.

Im Herbst wurden also noch 3 Hochbeete gebaut, damit ich mehr Platz für mein Gemüse habe. Außerdem bekam der Lütte eine Matschküche, natürlich selbst gebaut.

2022 wurde nicht so viel gemacht, wie die Jahre davor. Das liegt zum einen daran, dass ich meinen Garten auch genießen möchte, zum anderen, weil mein Freund schon mit mir gemeckert hat, dass ich immer nur im Garten arbeite. Dafür stehen die Baupläne für 2023 schon. Die Beiträge werden folgen.

Gartenbini.

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